Die grundlegende europäische Norm für die Konstruktion von Laborabzügen, Einströmgeschwindigkeit, Rückhaltevermögen, Alarmsysteme und sichere Bedienung.
Sichere, effiziente und normgerechte Laborlüftung
Ein fachgerecht geplantes Lüftungssystem begrenzt chemische und biologische Exposition, schützt Geräte und Probenintegrität, verbessert die Energieeffizienz und schafft eine überprüfbare Sicherheitsinfrastruktur.
EN- und ASHRAE-Standards im Mittelpunkt der Planung
Laborlüftungssysteme sollten auf international anerkannten Grundlagen für Leistung, Rückhaltevermögen, Druckkaskaden und Brandschutz beruhen, statt auf willkürlichen Präferenzen.
Behandelt die Leistungsanforderungen an biologische Sicherheitswerkbänke und mikrobiologische Sicherheitsausrüstung.
Ein wichtiger nordamerikanischer Prüfstandard zur Überprüfung des Rückhaltevermögens von Laborabzügen.
Bietet technische Grundlagen für Luftwechselraten, Druckkaskaden und Energieeffizienz.
Definiert Brandschutz- und Lüftungsanforderungen für Labore, in denen mit brennbaren und gefährlichen Chemikalien gearbeitet wird.
Begrenzt chemische und biologische Exposition
Die Exposition gegenüber chemischen Dämpfen, Staub, Aerosolen und biologischen Agenzien kann ernsthafte Gesundheitsrisiken verursachen – von Atemwegsproblemen bis hin zu chronischen Vergiftungen. Geeignete Luftwechselraten, Druckkaskaden und lokale Abluftsysteme schützen die Mitarbeitenden.
Schützt Gerätestabilität und Probenintegrität
Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und unkontrollierte Partikelbelastung können bei Chromatografiesystemen, Mikroskopen und Präzisionswaagen zu Kalibrierabweichungen führen. Fachgerecht geplante Klimatisierung und Filtration unterstützen reproduzierbare Messergebnisse.
Die richtigen Filterstufen für jedes Risiko
Je nach Labortyp werden Gaswäscher, Aktivkohle- und HEPA-Filter einzeln oder in mehreren Stufen kombiniert eingesetzt. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit, Emissionskontrolle und Betriebskosten.
Nasswäschersysteme
Neutralisiert saure, basische oder korrosive Dämpfe durch chemische Reaktionen. Spielt in Laboren mit hochkonzentrierten anorganischen Chemikalien eine entscheidende Rolle bei der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten und der Vermeidung von Kanalkorrosion.
Aktivkohlefiltration
Bindet organische Lösungsmitteldämpfe und geruchsbildende Verbindungen durch Adsorption. Eine wirtschaftliche Lösung bei geringen und wechselnden chemischen Belastungen; die Filtersättigung muss regelmäßig überwacht werden.
HEPA-Filtration
Hält Partikel von 0,3 Mikrometern mit einer Effizienz von 99,97 % zurück. Kann in der Zu- oder Abluft von Sicherheitswerkbänken, Isolatoren und partikelempfindlichen Bereichen eingesetzt werden.
Die Wahl zwischen VAV und CAV bestimmt die Energieeffizienz unmittelbar
CAV-Systeme arbeiten vorhersehbar mit konstantem Luftvolumenstrom, halten jedoch auch bei ungenutztem Labor einen hohen Volumenstrom aufrecht. VAV-Systeme passen den Volumenstrom anhand der Frontschieberposition, Raumbelegungssensoren und Gasdetektionsdaten in Echtzeit an.
Eine richtig dimensionierte VAV-Infrastruktur kann langfristig erhebliche Betriebskosten einsparen, ohne das Sicherheitsniveau zu beeinträchtigen.
Die richtige Infrastruktur beginnt mit der Risikobewertung
Wenn chemische und biologische Risiken, Nutzungsintensität, Druckverhältnisse, Geräteempfindlichkeit und Budgetziele gemeinsam betrachtet werden, entsteht eine nachhaltige, laborspezifische Lösung.
Risikoprofil bestimmen
Chemische, biologische und partikelbedingte Risiken werden bereichsweise eingestuft.
Luftführungsstrategie festlegen
Luftwechselrate, lokale Absaugung, Druckkaskaden und der Bedarf an Luftführung ohne Umluft werden festgelegt.
Filtration auswählen
Gaswäscher-, Aktivkohle- und HEPA-Stufen werden entsprechend der Risikoart dimensioniert.
Automatisierung integrieren
Der sichere Mindestvolumenstrom wird durch Frontschiebersensoren, Raumdruckregler und BMS-Integration geregelt.
Bestimmen Sie die passende Lüftungsinfrastruktur für Ihr Labor
Vergleichen Sie Produkte und Systeme unter gemeinsamer Berücksichtigung von Risikoprofil, Nutzungsintensität und Budgetzielen.